Anwendungsgebiete der Hypnose

Erfahre mehr über die Einsatzgebiete von Hypnose, ihre Möglichkeiten & Grenzen.

Was ist Hypnose?

Was ist Hypnose?

Hypnose wird seit vielen hundert Jahren in den unterschiedlichsten Kulturen angewendet, z. B. als Medizin und zur Schmerzstillung.

Als moderne Therapiemethode hat die Hypnose vor allem Milton Erickson in der Mitte des 20. Jahrhunderts etabliert.

Hypnose ist ein Trancezustand, der dem Zustand kurz vor dem Einschlafen ähnlich ist. Sie erzeugt eine Gehirnaktivität, die abweicht vom "normalen" Wachzustand. 

Dadurch kann das rationale Denken in den Hintergrund treten und du erhältst Zugang zu inneren Ressourcen & unwillkürlichen Prozessen.

Probleme, Emotionen & andere Themen, die im Unterbewusstsein verankert sind, können nun verarbeitet werden. 

Was macht Hypnose?

Am Anfang steht die sog. Einleitung der Hypnose. Dabei lenkst du deine Aufmerksamkeit nach innen und kommst in eine Trance. 

Störende Außenwahrnehmungen werden je nach Intensität teilweise oder fast ganz ausgeblendet.

Gleichzeitig werden Bereiche des Gehirns aktiviert, die für Entspannung & die Steuerung der Aufmerksamkeit zuständig sind.

Die Verarbeitung von Informationen läuft nicht mehr analytisch-rational über das Frontalhirn ("Denkhirn"), sondern ist eher assoziativ, intuitiv und bildhaft.

In diesem Zustand können die Sätze, die während der Sitzung gesprochen werden, besser positiv verankert werden und die gewünschte Veränderung anstoßen.

Was kann Hypnose nicht?

Hypnose lässt dich nicht willenlos durch die Gegend hoppeln oder über den Boden schweben. 

Die "Showhypnose", die wir aus Zaubershows kennen, kommt dem Schlafwandeln nahe. Abgesehen davon, dass nur ca. 15% der Menschen in der Lage sind, in diesen Zustand zu kommen, ist er für eine therapeutische Hypnose oder ein Hypnosecoaching überhaupt nicht wünschenswert, weil Suggestionen hier keine lange Halbwertzeit haben.

Wobei kann Hypnose unterstützen?

Hypnose kann auf vielfältige Weise angewendet werden, z. B. in den Bereichen

  • Rauchentwöhnung
  • Gewichtsreduktion
  • Schlafstörungen
  • Schmerztherapie
  • Lampenfieber
  • Lernblockaden
  • Stress & Burnout
  • Ängste & Phobien
  • Tiefenentspannung
  • Wettkampfvorbereitung
  • Ressourcenaktivierung
  • Trauerbegleitung

Wo sind die Grenzen der Hypnose?

Hypnose ist kein Wundermittel, das alle Probleme und dann nur mit einer Sitzung heilen könnte.

Außerdem liegt die Grenze in dir, nämlich z. B. dann, wenn du nicht hypnotisiert werden willst. 

Du kannst also nicht gegen deinen Willen hypnotisiert werden. Und du hast zudem jederzeit die Möglichkeit, aus der Hypnose selbstständig auszutreten.

Für Menschen mit bestimmten Erkrankungen ist eine Hypnose nicht oder nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt/der behandelnden Ärztin möglich. 

Was weiß ich hinterher noch?

Die Hypnose ist keine Narkose und kein Dämmerschlaf, wie du ihn vielleicht vom Arzt kennst. Es wird lediglich dein Bewusstsein beruhigt, damit du Zugang zu den Informationen des Unterbewusstseins hast.

Du wirst dich an alles erinnern können, was du gesagt oder getan hast. 

Geht Hypnose nur in Präsenz oder auch online?

Hypnose funktioniert auch wunderbar online. Du kannst bequem bei dir zuhause in gewohnter Umgebung eine Hypnosesitzung in Anspruch nehmen.

In bestimmten Fällen kann es allerdings sinnvoll sein, eine Hypnosesitzung in Präsenz durchzuführen.

Dies ist in meiner Praxis in Sankt Augustin bei Bonn möglich.

Ob online oder in Präsenz, wir führen immer vorab eine ausführliche Anamnese durch.

Ist Hypnose nicht nur Hokuspokus?

Ganz klar: Nein!

Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe an Studien und Forschung, die die Wirkung und die Wirksamkeit von Hypnose bestätigen.

Welche Formen von Hypnose werden unterschieden?

 

Es gibt unterschiedliche Formen und Arten der Durchführung von Hypnose. 

Hier einige Beispiele:
 

Trance in der Hypnose

Die Trance ist eine wichtige Voraussetzung für eine Hypnosesitzung.

In der Trance wird die Aktivität des präfrontalen Cortex („Denkhirn“) heruntergefahren. Die Gehirnaktivität verändert sich und Außenreize werden eingeschränkt wahrgenommen. Je nachdem, was in einer Hypnosesitzung erreicht werden soll, kann eine Trance eher tief oder eher leicht sein.

Eine tiefe Trance ist gut geeignet für die Tiefenentspannung. Eine leichte Trance ist wünschenswert, wenn eine interaktive Sitzung angeleitet wird, bei der der Klient bzw. die Klientin antworten auf Fragen, die der Therapeut/die Beraterin stellt. Auch Suggestionen sind am wirksamsten, wenn sie in einem leichten Trancezustand aufgenommen werden.

Im Alltag befinden wir uns ebenfalls häufig in tranceartigen Zuständen. Wenn wir beispielsweise mit dem Auto eine bekannte Strecke fahren, geht das häufig wie von selbst. 

Wenn wir "tagträumen", ist auch das eine Art Trancezustand.

Der Unterschied zwischen einer Trance im Sinne der Hypnose und den genannten Alltagsvariationen liegt vor allem darin, dass die Hypnosetrance willentlich herbeigeführt und damit auch die Tiefe willentlich bestimmt wird.

 

Hypnose mit allgemeinen Suggestionen

Grundsätzlich wird in einer Hypnose immer mit Suggestionen gearbeitet. Suggestionen sind in diesem Zusammenhang keine Beeinflussung im manipulativen Sinne. Es handelt sich vielmehr um Anweisungen an das Unterbewusstsein, die einem gezielten Sprachmuster folgen. Das Unterbewusstsein wird damit beauftragt, Gedanken, Gefühle oder Handlungen positiv zu beeinflussen.

Dabei können Suggestionen gesprochen werden, die allgemein gehalten sind, wie z. B.

  • Das Glück magisch anziehen
  • Umgang mit neuen Situationen positiv unterstützen
  • Durchhalten, wenn es schwierig wird

Diese Form der Suggestion kennen wir in der Regel von Audios, die es zu kaufen gibt.

In einer individuellen Hypnosesitzung wird vorab besprochen, zu welchen Themen Suggestionen gesprochen werden sollen oder welche Wörter vorkommen sollen. So kann die Hypnose personalisiert werden.

 

Tiefenentspannung

Eine weitere Möglichkeit, eine Hypnose zu nutzen, ist die Tiefenentspannung. 

Hier geht es darum, Körper und Geist in einen Zustand tiefer Entspannung zu versetzen. Auf diese Weise wird das Frontalhirn - unser "Denkhirn" - umgangen. Jede Hypnose ist bestrebt, das Bewusstsein in seiner Aktivität herunterzufahren. Nur so kann eine Information vom Unterbewusstsein aufgenommen werden. Bei der Tiefenentspannung ist dieser Zustand jedoch besonders ausgeprägt.

Eine Hypnose, die die Tiefenentspannung zum Ziel hat, dauert zwischen 30 und 45 Minuten und ist damit länger als reine Suggestionshypnosen.

Eingesetzt wird die diese Hypnose z. B. bei

  • innerer Unruhe
  • Tinnitus
  • Schmerzen
  • stressbedingten Hauterkrankungen
  • Migräne
  • Schlafstörungen
  • Ängsten


interaktive Hypnose

Bei einer interaktiven Hypnose sprechen Patient und Therapeutin während der hypnotischen Trance miteinander. Sie ist vom Aufbau her ähnlich einer analytischen bzw. verhaltenstherapeutischen Sitzung.

Diese Form der Hypnose wird vor allem dort verwendet, wo innere Blockaden oder Emotionen bearbeitet werden sollen. Dadurch wird eine emotionale Verarbeitung möglich, es können Ressourcen aktiviert und Selbstheilungskräfte gefördert werden.

Eine weitere Art der interaktiven Hypnose ist die hypnosystemische Hypnose, also eine Hypnose mit systemischen Anteilen.

Während wir bei der systemischen Therapie mit äußeren Strukturen arbeiten (z. B. Aufstellungen, Bodenankern), fokussiert sich die Hypnosystemik auf innere Bilder, Vorstellungen, emotionales Erleben.

Auch bei der Hypnosystemik geht es um die Verarbeitung von Emotionen, die Bearbeitung von (inneren) Konflikten und die Einleitung von Veränderungsprozessen.

 

Arbeitsweise

Über die Schwerpunkte meiner Arbeit informiere dich gerne hier:


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Wenn du bereit bist, den ersten Schritt in eine neue Richtung zu gehen, nimm gerne Kontakt mit mir auf.

Gerne besprechen wir vorab deine Fragen in einem 15- bis 20-minütigen Kennenlerngespräch - natürlich kostenlos.

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