20. April 2026
Hypnose verstehen
Was ist Hypnose?
Eigentlich ist Hypnose ein Sammelbegriff, der nicht immer konsistent angewendet wird.
Er beschreibt unterschiedliche Zustände und Verfahren.
Außerdem ist die Hypnose der Meditation durchaus ähnlich.
Was ist denn nun Hypnose?
Bringen wir mal Licht ins Dunkel.
Hypnose als Technik
Wenn wir Hypnose als Technik betrachten, verstehen wir darunter die willentliche Einflussnahme auf das Bewusstsein. Folge sind unterschiedliche Zustände des Körpers und des Geistes, die jedenfalls von der "normalen Funktion" abweichen.
Wichtig ist, dass die Hypnose, wenn wir sie als Technik verstehen, aktiv uns systematisch angeleitet wird und zu einer Trance führt. Man nennt das induzierter Trancezustand.
Hypnose als Zustand
Wir könne die Hypnose auch als Zustand verstehen - nämlich den des "Hypnotisiertseins".
In diesem Fall steht der Begriff synonym für die Trance.
Die Trance ist ein Bewusstseinszustand, der willentlich herbeigeführt wird und der einhergeht mit einer eingeschränkten Wahrnehmung der Umwelt. Sie ist nicht normaler Wachzustand, aber auch nicht Schlaf.
In der Trance senkt das Gehirn seine Aktivität und ändert die Frequent der Hirnwellen.
Trancen können unterschiedlich tief sein.
Beispiele von Trancezuständen:
Wachtrance:
Hierbei ist die Person scheinbar vollkommen wach, sie reagiert jedoch auf hypnotische Suggestionen. Man könnte sagen, kognitiv sind sie voll da, aber das Innere arbeitet parallel.
Entspannungstrance:
Hierbei geht es vor allem um körperliche Entspannung. Das Bewusstsein kann eingeschränkt sein, muss aber nicht. Diese Trancen können sehr tief sein und eignen sich besonders gut zur Beruhigung des Nervensystems, zur Regeneration oder für Heilungsprozesse.
therapeutische Trance:
Die therapeutische Trance ist eine weniger tiefe Trance als die Entspannungstrance. Sie dient auch der Entspannung, das Unterbewusstsein braucht aber eine Offenheit für die hypnotischen Suggestionen, um Veränderungen anstoßen zu können.
interaktive Trance:
Dies ist eine leichtere Trance. Sie wird verwendet, um mit Patientinnen oder Klienten in den Dialog gehen zu können, z. B. bei interaktiven therapeutischen Hypnosesitzungen.
Hypnose als Show
Viele Menschen denken bei dem Wort Hypnose eher an Shows in Las Vegas oder anderswo. Dort werden Menschen scheinbar gegen ihren Willen hypnotisiert, denken, sie seien Kaninchen oder anderes Getier und machen sich vor einem belustigten Publikum sprichwörtlich zum Affen.
Das ist nicht, was unter seriöser Hypnose verstehen.
Wichtig zu wissen: Niemand kann gegen seinen Willen hypnotisiert werden.
Die Showhypnose findet mit Einwilligung der Kandidatinnen und Kandidaten statt.
Es handelt sich hierbei um einen schlafwandlerischen Zustand, der durch den Hypnotiseur provoziert wird.
Nur ca. 10-15% sind überhaupt in der Lage in diesen Zustand zu kommen.
Man kann sagen, es handelt sich dabei um eine sehr tiefe Trance.
In der Hypnosepraxis ist diese Form der Trance nicht erwünscht, da wir mit den Klient*innen so gar nicht arbeiten können.
Fazit
Das Wort Hypnose wird vielfältig verwendet.
In Therapie, Coaching und Beratung meinen wir damit in der Regel eine Trance - also einen veränderten Bewusstseinszustand - oder die Technik, mit der das Unterbewusstsein animiert wird, Veränderungen zu implementieren.
Für die therapeutische Praxis wünschen wir uns lediglich eine leichtere Trance, die die Klientinnen und Klienten entspannt, mit der sie aber in der Lage sind "mitzuarbeiten".
Eine Entspannungstrance ist tiefer und dient der psychischen und physischen Beruhigung.
Übrigens: Aus einer Trance können Sie selbst jederzeit aussteigen.
Wie?
Ganz einfach: Sie öffnen die Augen.
Wenn Sie Interesse an einer Hypnosesitzung haben, melden Sie sich sehr gerne bei mir:
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Titelbild: Haley Owens/Unsplash